Newsletter Februar/März 2009
DIE NEUE SEKUNDARSCHULE: JETZT WIRD’S ENRST!
DIE SCHULSTRUKTURREFORM KOMMT!
Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten. Gestartet mit Unmengen von Vorschusslorbeeren, stilisiert zum neuen Erfolgsgaranten für benachteiligte Hauptschüler, als Garant für Chancengerechtigkeit sozial benachteiligter Kinder, kommt jetzt Stück für Stück die Wahrheit über die neue Sekundarschule ans Licht: Die neue Sekundarschule wird ein Sparmodell!
Die Klassenstärken sollen nach neuen Erkenntnissen zwischen 27 und 29 Schülern liegen. Heute besuchen eine Hauptschulklasse in der Regel 17 bis 19 Schüler. Es ist schwer vorstellbar, wie diese Schülerklientel in großen Klassen in der Entwicklung und dem Leistungsvermögen in dem Umfang gefördert werden kann, so dass sich das Leistungsniveau gegenüber heute verbessert.
Wie berichtet, wird neben den Sekundarschulen das Gymnasium bestehen bleiben. Jedoch soll es nur noch von den leistungsstärksten Schülern besucht werden können. Hierfür will der Senat die Wahlfreiheit der Eltern für die Schulform massiv einschränken. Alle anderen Schüler, die das Gymnasium nicht besuchen können, werden förmlich zu dem Besuch der Sekundarschule gezwungen. Zwar sollen auch die Sekundarschulen zum Abitur führen, aber es wird schon heute befürchtet, dass das Abitur einer Sekundarschule als Abitur 2.Klasse wahrgenommen und gewertet werden wird.
An den gut funktionierenden Gesamt- und Realschulen ist man nicht glücklich über die Fusionspläne des Senats. Dennoch macht der Schulsenator Druck, um diese Schulform einzurichten. 2010 sollen die ersten Sekundarschulen entstehen. Nach Angaben von Senator Zöllner, soll es viele Schulen geben, die an einer schnellen Fusion von Haupt- und Realschulen interessiert sind. Dabei soll es sich überwiegend um Hauptschulen in problematischen Innenstadtlagen handeln.
Die Informationspolitik der Senatsverwaltung, in Bezug auf die Schulstrukturreform, ist undurchsichtig. Weder Schulen, noch Eltern sind konkret über die anstehenden Veränderungen informiert. Insbesondere Eltern von Grundschülern sind um den zukünftigen Schulplatz der Kinder, wie auch um spätere Bildungschancen besorgt.
Deshalb wird der BEA-Schule-Reinickendorf im Mai’09 im Fontanehaus, im Märkischen Viertel, eine Informationsveranstaltung zu der Schulstrukturreform für alle Eltern, Lehrer und Interessierte durchführen.
LANDESELTERNAUSSCHUSS RICHTET NEUES BESCHWERDESYSTEM EIN
Der LEA (Landeselternausschuss) hat ein neues Meldesystem eingerichtet, durch den zukünftig Unterrichtsausfall, Gewaltvorfälle und Beschwerden direkt dem Landeselternausschuss und der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung gemeldet werden können. Die Formulare sind auf der Internetseite des Landeselternausschusses zu finden:
Unterrichtsausfall
http://www.landeselternausschuss.de/index.php?option=com_facileforms&Itemid=93
Gewaltvorfälle an Berliner Schulen
http://www.landeselternausschuss.de/index.php?option=com_facileforms&Itemid=128
Beschwerde über Missstände an Schulen oder in der Bildungsverwaltung
http://www.landeselternausschuss.de/index.php?option=com_facileforms&Itemid=127
Ansprechpartner der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung bei direkten Nachfragen:
Benno Linne: | Tel. 9026-5833 | |
Helga Dittmann-Pätsch: | Tel. 9026-5452, | |
Dirk-Christian Stötzer: | Tel. 9026-6030. |
Weitere Auskünfte beim Infopunkt bei Frau Bührung und Frau Roth unter
Tel. 9026-5000 oder per Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Der BEA-Schule-Reinickendorf ist daran interessiert, stets über aktuelle Entwicklungen informiert zu werden, um die Ansprechpartner im Bezirk darüber zu informieren und um schnellstmöglich eine Reaktion zu erreichen.
Gottfried Hartmann
DOPPELFUNKTION KLASSE 10 – WEGFALL DER 11 JAHRGANGSSTUFE
Es ist bereits seit einiger Zeit bekannt, dass künftig die Schulzeit an den Gymnasien um ein Jahr verringert wird. Lösungen für die sich aus der Verkürzung der Schulzeit ergebenen Problematiken wurden von der Schulbehörde nicht, oder nur unzureichend geliefert.
Es stellen sich erhebliche Fragen:
? | Wie soll der Unterrichtsstoff von 7 Jahren in 6 gelehrt werden? | |
? | Wie bewältigen die Schüler die erhebliche Mehrbelastung? | |
? | Wie kann mehrmals in der Woche Unterricht bis 16.00 Uhr organisiert werden, ohne über eine Mensa oder andere Möglichkeiten der Mittagsversorgung zu verfügen? | |
? | Wie soll der Schulalltag mit bezugsbezogenen Praktika und MSA gestaltet werden? | |
? | Wie kann der Wegfall der Profilkurse (Orientierungskurse) der 11.Klassen aufgefangen werden? | |
? | Wie organisiert man sinnvoll Auslandsaufenthalte, die vorher vornehmlich in Klasse 11 stattgefunden haben? | |
? | Wie werden die Kurse in der Oberstufe gestaltet? | |
? | Gibt es nach dem Abitur des Doppeljahrgangs mehr Studienplätze? | |
? | Und, und, und..... |
Es gibt etliche Fragen, doch leider kaum Lösungen. Standardantwort der Senatsverwaltung ist: „Das zu organisieren liegt im Aufgaben- und Verantwortungsbereich der Schulen!“
Die Rahmenlehrpläne wurden zwar angepasst und die schulinternen Curricula geändert, jedoch hat jede Schule über alle andere Bereiche hinsichtlich der Umsetzung und Organisation eigene Entscheidungen zu treffen, wie auch Lösungen für die vielfältigen Problematiken zu finden.
Einheitliche Regelungen wird es durch die Eigenverantwortung der Schulen, in Bezug auf die schulinternen Curricula, kaum geben. Möglich sind Überschneidungspunkte in der Organisation und Durchführung, z.B könnte das berufsbezogene Praktikum in Klasse 9 oder 10 absolviert werden.
Darüber hinaus wird es Schulen geben, die gemeinsame Oberstufenkurse für die beiden betroffenen Jahrgänge anbieten. Andere wiederum werden die Jahrgänge trennen oder auch Mischformen anbieten. Maßgebend für die Entscheidung der gewählten Form ist zum einen die Intensität der Fächerbelegung und zum anderen die Größe der Schule. Es ist notwendig, dass die Schulen des Bezirks Reinickendorf über und durch die Gremien des BEA-Schule-Reinickendorf informiert und unterstützt werden, um somit entsprechende und umsetzbare Lösungen zu finden.
In drei, vier Jahren, wenn sich alles eingespielt hat, wird über die bevorstehende Situation nicht mehr diskutiert werden. Jedoch tragen die beiden Startjahrgänge die Konsequenzen der mangelnden Planung und fehlenden Konzepte.
Melanie Hierold
DIE AUFGABENSCHWERPUNKTE DES BEA-SCHULE-REINICKENDORF
Ohne die Unterstützung vieler BEA-Mitglieder wäre die Arbeit kaum zu schaffen. Deshalb haben wir für etliche Themen und Aufgaben Ansprechpartner (s.u.).
Wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung suchen, scheuen Sie sich nicht uns direkt anzusprechen. Über die BEA Internetpräsenz können Sie uns auch direkt per EMail kontaktieren.
AG SIT (Sonderschule / Integration /Teilleistungsstörungen) | Kerstin Köppen | |
AG Grundschule | Karen Bährens | |
AG Gymnasium | Gottfried Hartmann | |
AG Haupt-,Real- und Gesamt-Schule | Heike Kumpf | |
Jugendhilfe, Verhalten zwischen Schule-Schüler-Eltern | Stefan Valentin | |
Schulorganisation | Andrea Roy | |
Schulessen | Susanne Lichtfuß | |
Homepage | Sascha Mitschke, Frank Zwiener, Andrea Roy | |
Newsletter | Nicole Heyer, Andrea Roy | |
Referentenkontakte, Sitzung | Katrin Heese | |
Pressekontakte | Frank Zwiener, Andrea Roy |
ALLE TERMINE AUF EINEN BLICK:
02.03.2009 | BEA-Schule-Sitzung, 19:30 Uhr | |
Julius-Leber-Oberschule, Treskowstr. 26-31, 13507 Berlin | ||
18.03.2009 | AG Gymnasium, 19:00 Uhr im "Fuchsbau | |
Thurgauer Straße 66, 13407 Berlin | ||
24.03.2009 | AG Haupt-, Real- und Gesamtschule (Sekundarschule) | |
19:00 Uhr Ratskeller Reinickendorf | ||
31.03.2009 | AG SIT, 19:00 Uhr Siedlerladen der Borsigsiedlung | |
Deeper Pfad 2, 13503 Berlin (Heiligensee) | ||
04.05.2009 | BEA-Schule-Sitzung, 19:30 Uhr |
V.i.S.d.P.:
Nicole Heyer + Andrea Roy
Pressebeauftragte
des BEA-Schule-Reinickendorf